Versicherungsarten
Unfallversicherung — wann sie sinnvoll ist
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Die private Unfallversicherung zahlt, wenn du durch einen Unfall eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung erleidest. Sie ergänzt die gesetzliche Unfallversicherung, die nur bei Arbeits- und Wegeunfällen greift — und schließt damit eine wichtige Lücke.
Kurz erklärt: Was macht die Unfallversicherung?
Sie leistet bei dauerhaften Unfallfolgen (Invalidität) eine einmalige Kapitalzahlung oder eine monatliche Rente. Zusätzlich sind je nach Tarif weitere Leistungen enthalten wie Krankenhaustagegeld, Bergungskosten oder kosmetische Operationen.
Wer ist versichert?
Nach den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB):
Du selbst als versicherte Person
Es gibt Einzel- und Familientarife — bei Familientarifen sind Ehe-/Lebenspartner und Kinder mitversichert
Kinder können auch separat versichert werden. Unser Tipp für Kinder: Statt einer reinen Unfallversicherung lieber ab dem 1. Geburtstag eine Körperschutz- bzw. Multirenten-Absicherung — die meisten schweren Fälle bei Kindern entstehen durch Krankheit, nicht durch Unfälle.
Wichtig: Die AUB geben den Rahmen vor. Der genaue versicherte Personenkreis und die Leistungshöhen variieren stark je nach Versicherer und Tarif. Das konkrete Produkt muss geprüft werden.
Was ist ein Unfall? (nach AUB)
Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.
Erweiterte Unfallbegriffe (tarifabhängig)
Eigenbewegungen — z. B. Umknicken ohne äußere Einwirkung
Erhöhte Kraftanstrengung — z. B. Bandscheibenvorfall beim Heben
Infektionen durch Insektenstiche oder Zeckenbiss
Vergiftungen durch Einatmen von Gasen/Dämpfen
Ertrinken, Erfrieren, Sonnenstich
Was ist versichert?
Kernleistung: Invaliditätsleistung
Zahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung nach einem Unfall
Höhe richtet sich nach dem Invaliditätsgrad (Gliedertaxe) und der vereinbarten Versicherungssumme
Oft mit Progression (z. B. 225 %, 350 %, 500 %) — bei hoher Invalidität wird überproportional mehr gezahlt
Häufige Zusatzleistungen (tarifabhängig)
Krankenhaustagegeld — tägliche Zahlung bei stationärem Aufenthalt
Tagegeld — bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit nach Unfall
Bergungskosten — z. B. Hubschrauberrettung in den Bergen
Kosmetische Operationen — nach unfallbedingter Entstellung
Todesfallleistung — Einmalzahlung an Hinterbliebene
Sofortleistung bei Schwerverletzung — z. B. ab 50 % Invalidität
Reha-Management — Unterstützung bei der Wiedereingliederung
Wo der Schutz typischerweise endet
Typische Ausschlüsse nach AUB:
Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen (inkl. Trunkenheit — tarifabhängig)
Bandscheibenschäden und Blutungen innerer Organe (es sei denn durch erweiterten Unfallbegriff eingeschlossen)
Unfälle bei vorsätzlichen Straftaten
Kriegsereignisse
Kernenergie
Schäden durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe am Körper des Versicherten
Wo bin ich versichert?
Weltweit — die private Unfallversicherung gilt rund um die Uhr, weltweit
24/7-Schutz — anders als die gesetzliche Unfallversicherung auch in der Freizeit, im Urlaub und zu Hause
Worauf achten?
Invaliditätssumme — Empfehlung: mindestens das 3- bis 5-fache des Bruttojahreseinkommens
Progression — erhöht die Leistung bei schweren Unfällen erheblich
Gliedertaxe — je höher die Prozentsätze, desto besser
Erweiterter Unfallbegriff — Eigenbewegung, Infektionen, erhöhte Kraftanstrengung einschließen
Mitwirkungsklausel — ab welchem Anteil werden Vorerkrankungen angerechnet? (besser: ab 50 % oder Verzicht)
Hinweis: Die hier beschriebenen Leistungen basieren auf den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) und gängigen Tarifstandards. Dein konkretes Produkt kann davon abweichen. Wir prüfen deine bestehende oder gewünschte Absicherung gerne im Detail.
So hilft FYNGO
Wir prüfen, ob eine Unfallversicherung für dich sinnvoll ist, vergleichen Tarife und achten auf die entscheidenden Bedingungsdetails — von der Gliedertaxe bis zur Progression.
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