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PKV-Beitragserhöhung — was kannst du jetzt tun?

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Familie steht vor ihrem Haus

Dein PKV-Beitrag steigt — schon wieder? Damit bist du nicht allein. 2026 sind Beitragserhöhungen von 10 bis über 40 Prozent keine Seltenheit. Die gute Nachricht: Du hast Optionen. Und zwar mehr, als die meisten Privatversicherten wissen.

Warum steigen PKV-Beiträge?

PKV-Beiträge werden nicht willkürlich erhöht. Es gibt zwei Hauptgründe:

  • Steigende Gesundheitskosten — Krankenhausleistungen, Arzneimittel und Arztkosten werden teurer. Das betrifft alle Versicherer.

  • Niedrigzinsphase + demografischer Wandel — Alterungsrückstellungen erwirtschaften weniger Rendite als geplant.

Wichtig: Eine Beitragserhöhung ist kein Zeichen eines schlechten Versicherers. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben, sobald die tatsächlichen Kosten um mehr als einen definierten Schwellenwert von den kalkulierten abweichen (§ 203 VVG).

Deine 5 Optionen bei einer Beitragserhöhung

Option 1: Tarifwechsel beim gleichen Versicherer (§ 204 VVG)

Das mächtigste Werkzeug, das kaum jemand kennt!

Du hast das gesetzliche Recht, in einen anderen Tarif deines Versicherers zu wechseln — ohne erneute Gesundheitsprüfung für die bisherigen Leistungen und unter Mitnahme deiner Alterungsrückstellungen.

  • Oft gibt es neuere, günstiger kalkulierte Tarife mit ähnlichem Leistungsniveau

  • Ersparnis: häufig 100–300 € pro Monat, je nach Tarif und Leistungsniveau

  • Der Versicherer muss dich über diese Möglichkeit informieren (tut er oft nur im Kleingedruckten)

Option 2: Selbstbehalt erhöhen

  • Höherer Selbstbehalt = niedrigerer monatlicher Beitrag

  • Rechne nach: Lohnt sich die Ersparnis im Verhältnis zum Risiko?

  • Faustregel: Wenn du selten zum Arzt gehst, kann sich ein SB von 600–1.200 € lohnen

Option 3: Leistungen anpassen

  • Einzelne Bausteine reduzieren (z. B. Einbettzimmer → Zweibettzimmer)

  • Vorsicht: Manche Leistungen lassen sich später nicht mehr hochstufen!

  • Immer erst mit einem Experten sprechen, bevor du Leistungen streichst

Option 4: Beitragsentlastungstarif

  • Viele Versicherer bieten spezielle Entlastungstarife an, die den Beitrag im Alter senken

  • Du zahlst jetzt etwas mehr, sparst dafür ab 65 oder 67 Jahren

  • Die Beiträge sind in der Regel steuerlich als Vorsorgeaufwand berücksichtigungsfähig — die verbindliche steuerliche Einschätzung gibt dir deine Steuerberatung

Option 5: Wechsel in die GKV

  • Nur möglich unter bestimmten Voraussetzungen (unter JAEG, Arbeitslosigkeit, Familienversicherung)

  • Ab 55 Jahren ist der Wechsel in der Regel ausgeschlossen

  • Vorsicht: Alle Alterungsrückstellungen gehen verloren!

Was du besser vermeidest

  • Panik-Kündigung — du verlierst deine Alterungsrückstellungen und startest bei einem neuen Versicherer mit neuem Eintrittsalter + neuer Gesundheitsprüfung

  • Nichts tun — die Beiträge steigen weiter, wenn du nicht aktiv wirst

  • Versicherer wechseln ohne Beratung — kann deutlich teurer werden als ein Tarifwechsel beim bestehenden Versicherer

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Bei jeder Beitragsanpassung hast du ein Sonderkündigungsrecht (§ 205 Abs. 4 VVG):

  • Frist: 2 Monate ab Zugang der Mitteilung

  • Wirkung: zum Zeitpunkt der Beitragserhöhung

  • Gilt nur für den betroffenen Tarif-Baustein

Achtung: Das Sonderkündigungsrecht ist ein Hebel — aber kündige nicht vorschnell. Prüfe zuerst den Tarifwechsel nach § 204.

Der Tarifwechsel nach § 204 VVG — so geht's

  1. Mitteilung erhalten — dein Versicherer informiert dich über die Erhöhung

  2. Beratung einholen — FYNGO analysiert deine Tarif-Optionen beim gleichen Versicherer

  3. Tarifvergleich intern — Welche Tarife gibt es? Was sind die Leistungsunterschiede?

  4. Wechselantrag stellen — Formular beim Versicherer einreichen

  5. Neuer Beitrag ab nächstem Monat — oft rückwirkend ab Erhöhungsdatum

PKV im Alter — langfristig denken

  • Ab 60 steigen die Beiträge erfahrungsgemäß stärker als davor

  • Beitragsentlastungstarife und Rückstellungen helfen

  • Die gesetzliche Rente zahlt einen Zuschuss zur PKV (§ 106 SGB VI)

  • Eine gute PKV-Strategie plant man jetzt, nicht erst mit 70

So hilft FYNGO

  • §-204-Tarifanalyse: Wir prüfen alle verfügbaren Tarife bei deinem Versicherer und finden die beste Option

  • Beitrags-Check: Ist deine Erhöhung angemessen? Wir prüfen das.

  • Langfriststrategie: Wir planen mit dir, wie dein PKV-Beitrag auch im Alter bezahlbar bleibt

  • Im Rahmen deiner Mitgliedschaft: Als dein Makler beraten wir dich — ohne Verkaufsdruck

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Wir schauen uns das mit dir an.

Ob dein bestehender Vertrag das abdeckt, was hier steht, sagen wir dir in einem kurzen Gespräch. Der Einstieg ist kostenfrei — ohne Kosten, ohne Mindestlaufzeit.

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